FRANKL PSYCHOTERAPIE A NBOENSTV PDF

Author: Dagore Meztijora
Country: Argentina
Language: English (Spanish)
Genre: Finance
Published (Last): 5 August 2015
Pages: 448
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ISBN: 932-1-43050-675-2
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Post on Apr views. The aim of the journal is to draw attention, in addition to the protection of individual mental health, to the communal and social context and to present the role human disciplines other than psychology and psychotherapy education, sociology, theology, arts etc. The frabkl of Delphoi sanctuary, theater, and stadium Titelblatt: Welchen Beitrag leistet die christliche Religion?

Urbanicity and Mental Health in Europe: Die Folgen des demografischen Wandels bewltigen: April Der Begriff Solidaritt hat Hochkonjunktur, er findet sich heute in nahezu allen Bereichen frabkl Miteinanders; vielfach als Forderung nach mehr Solidaritt, aber er spiegelt sich auch in den aktuellen Debatten um den Zusammenhalt in der modernen Gesellschaft.

Neben der inflationren Benutzung dieses Wortes geraten jedoch zwei zentrale Fragen in den Hintergrund. Was verbirgt sich genau hinter dem Begriff der Solidaritt? Inwieweit knnen Menschen von sich aus solidarisch sein, und lsst sich Solidaritt durch Bildungs- und Lernprozesse aneignen und weiterentwickeln?

Beide Fragen werden in diesem Aufsatz errtert. Insbesondere wird dabei auf den Zusammenhang von solidarischem Handeln und religisen Haltungen und berzeugun-gen fokussiert und der Beitrag der christlichen Religion zu einem Solidarittslernen ausgelotet. Die Hauptthese des Aufsatzes in diesem Zusammenhang lautet: Religion ist keine Voraussetzung fr die Fhigkeit zu Solidaritt, aber sie kann aufgrund des engen Konnexes von christlicher Reli-gion und Solidaritt ein wesentliches Movens fr solidarisches Verhalten und Handeln sein.

Nach einer umfassenden Begriffsklrung konzentrieren sich die berlegungen im Besonderen auf die Form der Solidaritt, die sich auf die Interessen anderer richtet, auf die so genannte Pro-Solidari-tt.

Kivohlav – Mt pro co t

Anschlieend wird das Verhltnis von Solidaritt und christlicher Religion im Rckgriff auf biblische Befunde ausfhrlich beleuchtet und Solidaritt als religis-moralische Verpflichtung aus dem vorausgehenden Barmherzigkeitsprinzip identifiziert. Nach dieser theologischen Herleitung werden abschlieend praktische Perspektiven des Solidarittslernens aufgezeigt und begrndet, warum die christliche Religion, wenngleich sie kein notwendiges Existential fr die Ausbildung und Einbung einer solidarischen Haltung ist, dennoch ber ein erhebliches verbrgtes Potential verfgt, mit dem sie zentrale Beitrge fr Bildungs- und Lernprozesse zur Solidaritt leisten kann.

Solidarity is a fash-ionable term nowadays. It can be encountered in almost all areas of social coexistence; mostly in contexts where more solidarity is being called for or in discussions about cohesion in modern society.

While this has led to some devaluation in the meaning of the word, there are two under-lying questions to be answered: What is exactly behind the term solidarity?

To what extent are individuals able to display solidarity by themselves and can solidarity be taught with the help of training and educational processes? The present paper discusses both questions. The main focus will be placed on the connections between acts of solidarity and religious attitude or conviction and on pointing out how religion contributes to the learning process of solidarity.

European Journal of Mental Health 9 2014/2

In this respect the thesis statement of the present study is as follows: Following an extensive review of terminology, the study goes on to discuss pro-solidarity, which is a special form of solidarity aimed at the interest of others. In the next section a number of biblical examples are analysed in order to examine the relationship between solidarity and the Christian religion in detail and to identify solidarity as a re-ligious and moral duty based on the principle of mercy.

After these introductory theological consid-erations we will turn to presenting some practical perspectives in learning solidarity and argue for the unparalleled credibility and potential that Christianity has in teaching and consolidating soli-darity. Although the Christian religion is not an indispensable medium of teaching such patterns of behaviour, it can make a significant contribution to the training and educational processes involved.

EinleitungSolidaritt wird in unseren modernen Gesellschaften in den letzten Jahren viel be-schworen, in ganz unterschiedlichen Kontexten wird an die Solidaritt der Bevlkerung appelliert, Brger und Brgerinnen sollen solidarisch mit dem Sozialstaat sein, wenn dieser nicht mehr in der Lage ist, die Sozialleistungen aufrechtzuerhalten, sie sollen als Mitglieder ihrer Krankenkasse solidarisch mit den anderen Mitgliedern sein, Arbeit-nehmer und Arbeitnehmerinnen sollen solidarisch mit den Arbeitgebern sein und aus Solidaritt mit dem Gesamtunternehmen ihren eigenen Lohnkrzungen zustimmen, Menschen sollen mittels Spenden solidarisch mit denen sein, die in dieser Gesellschaft benachteiligt und kaum noch in der Lage sind, ihren Lebensunterhalt eigenstndig zu sichern.

Unter dem Begriff Sozialkapital wird in den Sozialwissenschaften seit eini-gen Jahren die Frage diskutiert, wie viel sozialer Vernetzung eine Gesellschaft bedarf, damit ihr Zusammenhalt gesichert ist, und wie dieser Zusammenhalt, diese Solidaritt gesichert werden kann.

In diesem Kontext erhlt die Debatte um Ehrenamt, Freiwilli-genarbeit und brgerschaftliches Engagement hohe Aufmerksamkeit. Solidaritt wird als Begriff ausgesprochen oder nicht zu einem Amalgam, das fast knnte man sagen unsere Gesellschaft zusammenhlt oder mindestens zusammenhalten soll.

Insbesondere die Frage nach J.

Zum einen die Frage, was genau unter Solidaritt zu verstehen ist, inwiefern die Solidaritt mit dem hinkenden Sozialstaat die gleiche Solidaritt ist wie die mit dem eigenen Ar-beitnehmerkollegen im Kampf um die Arbeitnehmerrechte oder inwiefern dies auch die gleiche Solidaritt ist wie die der Mitarbeiterin einer Tafel mit demjenigen, der zur Sicherung seines Lebensunterhalts seine Lebensmittel im Sozialkaufhaus erwer-ben oder eine Tafel nutzen muss.

  LAZ KAPITAL PDF

Zum anderen stellt sich die Frage, inwieweit der Mensch von sich aus solidarisch ist. Knnen wir Menschen Solidaritt von Natur aus oder wird die Fhigkeit zur Solidaritt erworben und kann in Lernprozessen weiterentwickelt frsnkl Wie verhalten sich Vorgabe und Vermittlung zueinander, und was bedeutet dies fr zu initiierende Lernprozesse? Die erste Frage erfordert eine Klrung zum Begriff Solidaritt, die zweite eine Auseinandersetzung mit dem sozialpsychologischen Feld des prosozialen Verhal-tens, um dann drittens die Mglichkeit des Lernens von Solidaritt zu errtern.

In diesem Zusammenhang kommt auch die Frage nach dem Bezug von Solidaritt, Religion und religisen Bildungsprozessen auf: Inwiefern hngt nbkenstv Fhigkeit zu so-lidarischem Handeln von religisen Haltungen und berzeugungen ab oder gerade nicht? Sind religise Menschen in hherem Mae zu Solidaritt fhig als nichtreligi-se, und wenn Solidaritt erlernt werden kann, gehrt dann das Solidarittslernen zu den zentralen Aufgaben religiser Bildung, und wenn ja, in welcher Form?

Welches Spezifikum kann Religion zum Solidarittslernen beitragen? Die hier zugrunde lie-gende These lautet: Religion ist keine Voraussetzung fr psychoferapie Fhigkeit zu Solidaritt, aber sie kann aufgrund des engen Konnexes von christlicher Religion und Solidari-tt ein wesentliches Movens fr solidarisches Verhalten und Handeln sein. Deshalb haben auch Prozesse religisen Lernens keinen Exklusivittsanspruch auf die Mg-lichkeiten eines Solidarittslernens, legen diese aber gerade aufgrund des Konnexes von christlicher Religion und Solidaritt in besonderer Weise nahe und haben aus der religisen Begrndung heraus einen Auftrag zum Solidarittslernen.

Lernpro-zesse von Solidaritt sind im brigen nicht auf die primre und sekundre Bildung beschrnkt, sondern umfassen ebenso erwachsenenbildnerische Lernprozesse. Klrungen zum Begriff der SolidarittDer Begriff der Solidaritt nbonestv bis heute schillernd, oftmals ist er mit einem poli-tischen, aber auch vielfach einem ethischen Anspruch aufgeladen, der mindestens mehrere Bedeutungsebenen enthlt.

Vermutlich macht ihn gerade seine franol Semantik pstchoterapie modern und attraktiv fr vielfltige unterschiedliche Inhalte und der Sicherung der sozialmoralischen Grundlagen der Gesellschaft im Zuge der Globalisierungsprozesse hat sie erneut virulent werden lassen und fhrte zu den gegenwrtigen Diskussionen um das fr eine Gesellschaft notwendige soziale Kapital wie die Fragen nach brgerschaftlichem Engagement usw. Bei aller Vielschichtigkeit kristallisieren sich doch verschiedene Ge-meinsamkeiten heraus.

Mit der so genannten obligatio in solidum wurde eine spezifische Form psychoterapid Haftung in einem doppelten Sinne bezeichnet: Die semantische Bedeutung des Freinander Einstehens, die im alltglichen Gebrauch mit dem Begriff verbunden wird, zeichnet sich hier bereits ab. Erst gegen Ende des Die Vernderung psychoerapie Bedeutungsgehalts weist schon darauf hin, dass der Be-griff der Solidaritt trotz der historischen Wurzel ein zutiefst mit der Moder-ne verbundener Begriff ist, insofern das, was er beschreibt, in dieser Weise erst in der Moderne aufkommt.

Denn ein wesentliches Kennzeichen der Moderne ist die Vernderung der Sozialzusammenhnge, die im Aufkommen von nicht mehr aus-schlielich an die familialen Bezge und Beziehungen gebundene soziale Beziehun-gen besteht. Dies wirft die Frage nach dem sozialen Zusammenhalt, der bis dahin selbstverstndlich ber die Familie gewhrleistet franol, berhaupt erst auf.

European Journal of Mental Health 9 /2 – [PDF Document]

Soli-daritt beschreibt so immer mehr das Bestehen einer wechselseitigen moralischen Verpflichtung zwischen Individuum und Gemeinschaft bayertz a, 11 und wird zu einem Suchraster fr Formen, Chancen und Grenzen sozialer Verbunden-heit unter den Bedingungen von Modernitt kaufMaNN Mit dieser Bedeutung von Solidaritt ist jedoch nur eine Bedeutung psychoherapie. Ver-wendungsweise angedeutet, die deskriptive, auf die sich auch alle Appelle an Solida-ritt im Sinne der Herstellung oder Bewahrung sozialen Zusammenhangs beziehen.

Denn es stellt sich die Frage, ob Gesellschaft berhaupt ohne bestimmte Solidarittsformen im Sinne einer integrierenden Kraft gedacht werden kann.

Der Bedeu-tungsgehalt wird entsprechend der Tradition Comtes und Durkheims als ein deskriptiver gefasst, allerdings kann das rein deskriptive auch angefragt werden, denn der Feststellung der Notwendigkeit gesellschaftlichen Zusammenhalts wohnt insofern ein deskriptiver Gehalt inne als Gesellschaft sonst nicht existieren kann, man kann aber auch von einem normativen Moment sprechen, insofern Zusammenhalt in sich schon einen Anspruch an eine Qualitt von Zusammenleben stellt.

Solidaritt, so formuliert das Historische Wrterbuch der Philosophie, bedeutet dementsprechend die Bereitschaft, sich fr gemeinsame Ziele oder fr Ziele anderer einzusetzen, die man hboenstv bedroht und gleichzeitig als wertvoll und legitim ansieht, besonders die engagierte Un-tersttzung eines Kampfes gegen Gefhrdungen, vor allem gegen Unrecht.

Solidaritt meint im engeren umgangssprachlichen Sinne immer ein praktisches oder jedenfalls emo-tionales Engagement fr gemeinsame meistens kooperative Ziele, vor allem im Kampf gegen Unrecht.

So liegt eines ihrer genuin modernen Kennzeichen darin, dass sie gerade nicht auf die nchsten und vertrauten familialen Sozialzusam-menhnge beschrnkt ist, sondern auch zur Solidaritt unter Fremden wird, zu einer Solidaritt unter Fremden, die nach Habermas, auf Gewalt verzichten und die sich, bei der kooperativen Regelung ihres Zusammenlebens, auch das Recht zugestehen, fr einander Fremde zu bleiben HaberMas Neben der normativen und deskriptiven Bedeutung wird auch zwischen einer symmetrischen und einer asymmetrischen Solidaritt unterschieden.

In diese Unter-scheidung ist bereits die zentrale Frage der machtfrmigen Beziehungen im Kontext eines Solidarittshandelns oder solidarischen Verhaltens eingeschrieben. Mit Soli-daritt als Kampf um Interessen, vor allem als Verfolgung gemeinsamer Interessen von den gleichen Umstnden oder Missstnden Betroffener ist eine symmetrische Solidaritt angesprochen. Es handelt sich hier sozusagen um eine nach innen, auf die Gruppe bzw. Von dieser symmetrischen Con-Solidaritt, die sich auf die Gleichen richtet und sich in ihrem Bedeutungsgehalt des wechselseitigen Zu-sammenhalts mit der deskriptiven Bedeutung berschneidet, unterscheidet sich die asymmetrische Solidaritt, die auch als stellvertretende Solidaritt oder Pro-Soli-daritt bezeichnet wird Prller-JaGenteuFel Hier geht es nicht um die Verfolgung der eigenen Interessen, sondern um die solidarische Untersttzung der Interessen anderer Menschen, die selbst nicht oder nicht gengend in der Lage sind, ihre Interessen selbst zu verfolgen.

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Eine letzte Unterscheidung, die einzufhren ist, ist die zwischen einer parti-kularen und einer universalen Solidaritt. Unter einer partikularen Solidaritt wird dem Begriff entsprechend eine Beschrnkung auf die Durchsetzung der jeweiligen gruppenspezifischen Interessen verstanden, wobei zu bercksichtigen ist, dass die Schwierigkeiten des immer notwendigen Interessensausgleichs steigen, je mehr In-teressen in einer Gruppe, die sich gleichzeitig als Solidargemeinschaft betrachtet, vertreten sind.

Partikulare Solidaritt birgt in sich selbst die Schwierigkeit der in Konkurrenz zueinander tretenden Solidaritten, die in einem System vermittelt und ausbalanciert werden mssen. Dieser partikularen Solidaritt steht die universale So J. Die Unterscheidung zwischen partikularer und universaler Soli-daritt macht sehr deutlich, wie sehr die einzelnen Bestimmungen von Solidaritt auch in Spannungen zueinander treten knnen.

Nicht nur die Con-Solidaritt kann parteigngerisch universale oder andere partikulare Solidaritten aus dem Blick ver-lieren, auch eine asymmetrische Pro-Solidaritt wird dort konfliktiv, wo sie den Sta-tus quo ndern will und damit die Interessen anderer meist konfliktiv berhrt vgl. Die folgenden berlegungen konzentrieren sich vor allem auf die Form der Solidaritt, die sich auf die Interessen anderer richtet, auf die sogenannte Pro-Solida-ritt.

Solcherart ist der Begriff der Solidaritt eng verbunden mit dem, was in der Sozialpsychologie unter Hilfehandeln oder prosozi-alem Verhalten verstanden wird.

Solidaritt und prosoziales VerhaltenUngeachtet der politischen und ethischen Implikationen, die der Begriff und das Verstndnis von Solidaritt mit sich fhren, steht Solidaritt als Haltung und Hand-lungsmotivation, als Hin- und Zuwendung zum Anderen in enger Verbindung mit prosozialem Verhalten.

Solidaritt, insbesondere die auf den Anderen gerichtete, knne so Hans W. Und so kann Solidaritt, insbesondere die Pro-Solidaritt, als Hilfe und Untersttzung in einer Art Notlage des Adressaten verstanden werden, mit dem sich der solidarisch Empfindende und Handelnde in irgendeiner Weise durch Gefhle verbunden wei, dessen Notlage er als moralisches Problem erkennt und zu deren Lsung beizutragen er sich selbst moralisch verpflichtet fhlt.

Solidaritt ist mindestens teilweise altruistisch, so Andreas wildt Altruismus wird in der Regel und in der Tradition von Auguste Comte, der diesen Begriff als erster benutzte, als Gegenbegriff zu Egoismus verwandt Maurer Sozialpsychologisch wird er als Teilbereich des pro-sozialen Verhaltens beschrieben und in der Regel als der selbstlose Einsatz fr den anderen verstanden bierHoff15als ein Verhalten, das unter Absehung von eigenen Interessen auf die Verbesserung des Wohls des Anderen ausgerichtet.

Dabei 4 Hier wurden verschiedene Definitionsmerkmale von wildtaufgenommen. Als Paradebeispiel fr einen selbstlosen Altruismus wird vielfach die biblische Er-zhlung vom Barmherzigen Samariter Lk Allerdings wird in der Soziobiologie und der Evolutionspsychologie unter Alt-ruismus nicht nur ein so genannter selbstloser Altruismus verstanden, vielmehr wird aus diesen Disziplinen die Frage gestellt, inwieweit ein solcher berhaupt existiert und mglich ist.

In soziobiologischer Sicht wird vor allem darauf hingewiesen, dass letztlich jede Form von Kooperation und Altruismus immer der so genannten ge-netischen Fitness, d. Allerdings wird deshalb nicht jede biologische Grundierung eines prosozialen Verhaltens verneint; diese werde neben dem Verwandtenaltruismus auch im reziproken Altruismus deutlich vgl. Ein solcher reziproker Altruismus wird auch in der Soziologie und Sozialpsychologie unter dem Topos der Reziprozittsnorm diskutiert Vgl.

Dann habe man, alltagssprachlich formuliert, noch mal etwas gut tHoMe Dabei wird davon ausgegangen, es knne ein rein nur auf das Wohl des anderen ausgerichtetes Verhalten gar nicht geben, denn immer habe das Handeln eine Rckwirkung auf den Helfenden, da dieser in irgendeiner Form eine Belohnung erhalte, z. Forschungen zum moralischen Urteil gezeigt, dass auf der intrapsychischen Ebe-ne das Empfinden einer existenziellen Schuld eine wesentliche Motivation fr den Einsatz fr andere darstellt, das durch das Hilfehandeln gemindert oder mindestens kurzfristig ausgesetzt wrde, dabei sei es nicht notwendig, dass ein direkter Zusam-5 An dieser Stelle kann nicht ausfhrlich auf die diesbezgliche Diskussion in der Soziobiologie eingegangen werden, vgl.

Exemplarisch sei hier genannt: Rechnet man diese Motive und Grnde zu den reziprok er-folgenden Belohnungen, so existiert unter dieser Magabe kaum ein genuiner Al-truismus in der Form einer gnzlichen Absehung von psychischen Rckwirkungen auf die eigene Person. Nun haben gerade die jngeren Forschungen zum Engage-mentverhalten und zum Ehrenamt deutlich herausgestellt, dass gerade die Kategorie der Sinnstiftung unter den gegenwrtigen modernen Bedingungen wesentliche Mo-tivationsfaktoren fr Menschen sind, sich zu engagieren.

Gewendet auf solidarisches Handeln bedeutet dies: Insofern Solidaritt zum Moment der eigenen Persnlichkeit wird, leistet sie auch einen wichtigen Beitrag zur Sinn- und Identittskonstruktion des Individuums.

Solidarittshandeln wird gerade dann als sinnvoll erfahren, wenn das Handeln fr den Einzelnen sinnhaft ist, nicht nur in der Sache des Engagements, sondern auch mit Blick auf die eigene Person leGGewie

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